Dienstag, 07.10.2008




Iran hält an Urananreicherung fest

Im Iran zeigt man sich weiterhin unnachgiebig gegenüber westlichen Forderungen nach einer Einstellung der Urananreicherung. Der iranische Außenminister Manutsher Mottaki betonte dies bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem venezolanischen Amtskollegen in Teheran. Dabei bezog er sich auch auf „falsche Versprechen“, u. a. aus Deutschland, den Iran mit nuklearem Treibstoff für die Produktion von 1000 MW Strom zu versorgen. Der Iran werde sein Urananreicherungsprogramm sogar noch ausweiten, fügte Mottaki hinzu.

In die gleiche Richtung äußerte sich am Sonntag auch der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali-Ashgar Soltanieh.

Indes betonte der geistige Führer Ayatollah Ahmad Jannati in seinem letzten Freitagsgebet noch einmal, dass die antiisraelischen Äußerungen, die Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad vor der UN-Vollversammlung von sich gegeben hat, die Position des gesamten Iran widerspiegeln. Daneben drückte er seine Befriedigung über die gegenwärtige Finanzkrise aus: „Wir sind glücklich über die Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten“, frohlockte der Ayatollah. „Sie kriegen die Strafe, die sie verdienen wegen all der schlechten Dinge, die sie getan haben. Es ist eine göttliche Strafe.“

(Terrorgence, 06.10.08)