Mittwoch, 08.10.2008




Yom Kippur – der jüdische Sühnungstag

Der heute bei Sonnenuntergang beginnende Yom Kippur (Sühnungstag) bezeichnet im jüdischen Kalender den Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und der Umkehr, an dem die Verfehlungen des einzelnen Menschen gesühnt werden sollen. Er wird acht Tage nach Rosh HaShana, dem jüdischen Neujahrfest, begangen und ist der einzige Fasttag biblischen Ursprungs (Lev. 23, 27-32): „Am Zehnten dieses siebenten Monats ist der Sühnungstag, heilige Berufung soll euch sein, und ihr sollt euch kasteien … denn ein Tag der Sühnung ist er, um für euch Sühne zu erwirken vor dem Ewigen, eurem Gott.“

Viele Juden auf der ganzen Welt bitten ihren Gott an diesem Tag um Vergebung der Sünden. Die – neben ausgedehnten Gottesdiensten – wichtigste religiöse Vorschrift, das 25stündige Fasten, wird auch von zahlreichen säkularen Juden befolgt.

Israel erlebt am Yom Kippur einen regelrechten Stillstand des öffentlichen Lebens. Unterhaltungs- und Vergnügungsstatten bleiben geschlossen, Fernseh- und Radiosendungen werden eingestellt, und der öffentliche Verkehr ruht.

Eine besondere Dimension erhält der Tag nicht zuletzt durch die Erinnerung an den Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel am Yom Kippur 1973.

Die Daten der israelischen Gedenk- und Feiertage für die Jahre 2008/2009 (bzw. 5769/5770) finden sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/120846.pdf