Donnerstag, 30.10.2008




Yafo: Juden und Araber setzen auf Koexistenz

In Yafo (Jaffa) hat man ethnisch-religiösen Konflikten eine Absage erteilt. In Reaktion auf die gewalttätigen Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern in Akko vor zwei Wochen trafen sich gestern Abend jüdische, muslimische und christliche Gemeindeführer, um das friedliche Miteinander in der gemischten Stadt zu propagieren.

Die Idee zu diesem Treffen entstand im Anschluss an die Einweihung einer Yeshiva, die religiöse Studien und Militärdienst mit einander verbindet, in dem arabischen Viertel Ajami. Zahlreiche Einwohner wandten sich an die in Yafo wohnende Knesset-Abgeordnete Nadia Hilou (Avoda) (Bild), damit sie das Treffen zur Beruhigung der Spannungen organisiere.

Sowohl Rabbiner Eliyahu Mali als auch Scheich Srur sprachen nach dem Treffen vom gemeinsamen Willen zur Koexistenz. Sur meinte: „Yafo ist, wo die Leute sich näher begegnen; ich erwarte dort gegenseitiges Verständnis zwischen den Nachbarn.“ Auch Hilou sprach sich für den Erhalt Yafos als gemischte Stadt aus.

(Yedioth Ahronot, 30.10.08)