Dienstag, 11.11.2008




Mor im Zwiegespräch

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich gegenüber dem Weser-Kurier abermals für die Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. Im Zwiegespräch mit dem 2. Vorsitzenden der palästinensischen Gemeinde in Deutschland, Raif Hussein, mahnte er gleichwohl, dass man Israel nicht zum „Sündenbock für die Misserfolge der Palästinenser und Araber“ machen dürfe.

„Ich frage mich, warum man nicht über die positiven Entwicklungen in der palästinensischen Wirtschaft und Gesellschaft redet, etwa in den Städten Nablus und Dschenin. Wer von uns verlangt, es sollten von heute auf morgen 220 000 Israelis aus dem Westjordanland zurückgeholt und 600 Sicherheits-Checkpoints abgebaut werden, verlangt von uns Selbstmord. Das werden wir nicht tun. Die Checkpoints sind nicht vom Himmel gefallen: Es gibt 1100 israelische Anschlagsopfer.“

„Wir müssen zur Zweistaatenlösung kommen: Israel und der palästinensische Staat. Wenn wir es nicht schaffen, kommt Armageddon für uns beide.“

„Israelis und moderate Palästinenser sollen an Verhandlungen festhalten. Und eines Tages, wenn der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt, werden wir Seite an Seite in Frieden leben können.“

Das vollständige Interview findet sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/149102.pdf

(Weser-Kurier, 08.11.08)