Mittwoch, 19.11.2008




Förderung deutsch-israelischer Geisteswissenschaft an der Hebräischen Universität

Die deutsche Regierung wird die Kooperation deutscher und israelischer Geisteswissenschaftler an der Hebräischen Universität Jerusalem mit 20 Millionen Euro fördern. Das gab Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan am Dienstag bekannt. Die Ministerin war im Rahmen des Deutsch-Israelischen Wissenschaftsjahrs nach Israel gereist.


Shavan an der Hebräischen Universität (Foto: Douglas Gutherie)

Auf einer Festveranstaltung im Beisein von Israels Wissenschaftsminister Raleb Majadele und Deutschlands Botschafter Harald Kindermann wurde die Gründung einer Martin Buber Society of Fellows in the Humanities an der Hebräischen Universität angekündigt. Der berühmte jüdische Philosoph Martin Buber war einer der ersten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gründung einer Universität in Jerusalem vorschlugen, und gehörte nach seiner Vertreibung von der Universität Frankfurt ab 1938 selbst zu ihrem Lehrkörper.

Die Gesellschaft soll ein multidisziplinäres Forum der Geistes- und Sozialwissenschaften bilden und Doktoranden, Post-Doktoranden und etablierten Wissenschaftler aus Deutschland und Israel unterstützen.

Prof. Sarah Stroumsa, die Rektorin der Hebräischen Universität, sagte: „Die Gründung dieser Gesellschaft garantiert, dass unser Erbe, das Vermächtnis unserer vergangenen Kulturen, die humanistische Reflexion über Ideen und die menschliche Gesellschaft unsere volle Aufmerksamkeit erhalten. Es wir der nächsten Generation von Forschern in den Geistes- und Sozialwissenschaften ermöglichen, unter exzellenten Bedingungen zu studieren, mit akademischer Betreuung durch Wissenschaftler aus Israel und dem Ausland. Wir haben hier ein wertvolles Geschenk für die Geisteswissenschaften im Allgemeinen und die Hebräische Universität im Besonderen.“

(Hebräische Universität Jerusalem/Haaretz, 18./19.11.08)