Freitag, 21.11.2008




Israels Reaktion auf den neuen IAEA-Bericht zum Iran

Der Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zum Iran, der am 19.11. in Umlauf gebracht worden ist, verdeutlicht den andauernden Verstoß des Iran gegen die UN-Sicherheitsratsresolutionen. In dem Bericht werden militärische Aspekte der iranischen Nuklearaktivitäten hervorgehoben und dargelegt.

Der Bericht bringt die tiefe Besorgnis der IAEA in Bezug auf das iranische Atomprogramm zum Ausdruck. Ungeachtet der Glaubwürdigkeit, die die IAEA den vorgelegten Informationen beimisst, führt der Iran seine ausweichenden und manipulativen Taktiken fort. Nichts an der iranischen Antwort räumt die Sorge der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der wirklichen Absichten des iranischen Atomprogramms aus.

Israel wiederholt seinen Aufruf an die Mitglieder und Institutionen der internationalen Gemeinschaft, den Druck auf die iranische Regierung zu erhöhen, damit diese ihr bedrohliches Projekt der nuklearen Proliferation abbricht.

(Außenministerium des Staates Israel, 20.11.08)


Auch im US-Außenministerium zeigt man sich beunruhigt angesichts des neuen IAEA-Berichts. Sprecher Sean McCormack teilte mit:

„Es ist besorgniserregend, und dies ist eine Angelegenheit, die nächste Woche bei dem Treffen des IAEA-Direktoriums aufgegriffen werden wird. Und wir werden das Direktorium dazu drängen, eine sehr starke Botschaft an den Iran zu senden, dass sie den Forderungen der internationalen Gemeinschaft nachkommen müssen. Sicherlich werden wir innerhalb des Sicherheitsrats daran arbeiten zu bestimmen, was noch getan werden könnte. Und selbstverständlich werden wir auch weiter in uns gehen und sehen, was für Schritte noch im Bereich der finanziellen Sanktionen ergriffen werden könnten, um dem Iran den Weg zur Entwicklung einer Atomwaffe zu verbauen, abzuschneiden, und wir werden auf andere Länder einwirken, dasselbe zu tun.

Wissen Sie, in Bezug auf die Einschätzungen, wie viel LEU, niedrig angereichertes Uran, man potentiell für eine Atomwaffe benötigt; ich überlasse das den Experten. Ich denke, dass es da unterschiedliche Einschätzungen gibt eben in dem Zeitungsartikel, den Sie zitiert haben.  Wissen Sie, einige haben gesagt, es sei genug, andere haben gesagt, es sei nicht genug, aber nahe dran. Auf jeden Fall will man nicht, dass der Iran dem nahe kommt, und daher verfolgen wir die Politik, die wir verfolgen.“

(U.S. Department of State, 20.11.08)