Dienstag, 25.11.2008




Neue Funde im Herodium

Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem haben bei Ausgrabungen im Herodium neue Indizien dafür gefunden, dass sich dort tatsächlich das Grab von König Herodes befunden hat.

Herodes regierte zwischen 37 und 4 v. Chr. als von den Römern ernannter König von Judäa und machte sich nicht zuletzt als Bauherr monumentaler Anlagen - wie dem Wiederaufbau des Tempels, der Festung Massada, der Küstenstadt Caesarea und eben der Palastanlage Herodium - einen Namen.

Der Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Ehud Netzer ist es gelungen, das Mausoleum im Herodium als zweistöckige Anlage mit einem konkav-konischen Dach und einer Gesamthöhe von etwa 25 Metern zu bestimmen – was ganz dem Geschmack des Königs entspricht. Außerdem wurden zwei weitere Sarkophage entdeckt, die offensichtlich Familienangehörige von Herodes in sich bargen.

Prof. Netzer ist davon überzeugt, dass Herodes den Standort für sein Mausoleum mit dem Blick auf Jerusalem und Umgebung selbst ausgewählt hat und damit seine Bautätigkeiten krönen wollte. Der Archäologe hofft nun, dass durch die neuen Funde mehr Israelis und Touristen an die Stätte gelockt werden und das gesamte Gebiet zu einem Nationalpark gemacht wird.

Das Israel-Museum wird den Funden im Herodium im übernächsten Jahr eine Sonderausstellung widmen.

(Hebräische Universität Jerusalem, 19.11.08)