Donnerstag, 04.12.2008




Israelische Ärzte retten irakisches Kind

Die schwer herzkranke Alla Hassain hat israelischen Ärzten am Tel Aviver Sheba Medical Center ihr Leben zu verdanken. Zuvor hatte die achtjährige Irakerin eine regelrechte Odyssee durch verschiedene Krankenhäuser in ihrem Heimatland zurücklegen müssen; Behandlungspläne  in Syrien, Deutschland und Italien waren an rechtlichen und finanziellen Hürden gescheitert.

„Bei einem unserer Besuche im Krankenhaus schlug man vor, dass ich sie für eine Behandlung in Israel anmelde. Ich habe nicht zugestimmt, da ich niemandem glaubte und wir viele Enttäuschungen erlebt hatten, aber Allas Onkel hat darauf bestanden“, erzählt die Mutter des Kindes. „Als ich hier ankam, war ich nur besorgt wegen Alla, weil sie sagten, dass die Operation sehr kompliziert sei und sie sterben könnte. Ich wusste nichts über die Leute hier oder über Israel. Die große Überraschung für mich war zu sehen, wie die Ärzte mit allen Kindern spielen und sie liebevoll behandeln, ganz egal, wer sie sind. Ich bin sehr berührt davon und erfreut darüber.“

Dr. Dudi Mishali, der die Herzstation am Sheba-Krankenhaus leitet, teilte mit: „In anderen Krankenhäusern auf der Welt dachten die Ärzte offensichtlich, dass ihre Lungen in so einem Zustand sind, dass sie nicht mehr gerettet werden könnten. Ich sagte, wir haben nichts zu verlieren. Einen Monat oder sogar zwei Wochen nach ihrer Ankunft im Krankenhaus hätte sie ohne Operation nicht überlebt.“

(Yedioth Ahronot, 04.12.08)