Freitag, 05.12.2008




Preisverleihung des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs

Mit einer festlichen Preisverleihung im Bundespresseamt hat die Bundesregierung den von ihr ausgelobten deutsch-israelischen Filmwettbewerb anlässlich der Staatsgründung Israels vor 60 Jahren abgeschlossen.

Gewinner unter den fünf israelischen Filmteams ist das Team Dafi Mekel/ Galit Hinon von der Filmschule „Jump Cut – Professional School for Editors and Animation” in Tel Aviv mit dem Film “Why Berlin?”. Der Film schildert die Entscheidung zweier junger Frauen aus Israel, für eine Weile gemeinsam in Berlin zu leben, und zeigt,  wie sie sich in der neuen Umgebung einrichten. Gewinner unter den fünf deutschen Beiträgen ist das Team Wolfram Huke/ Franziska von Malsen-Ponickau  von der Hochschule für Fernsehen und Film München „Zum Glück gewannen wir ihn nicht – Deutsche Freiwillige in Israel“. Der Film stellt Jugendliche vor, die im Auftrag der Aktion Sühnezeichen  ihren Versöhnungsdienst in Israel leisten.

Die Gewinnerteams erhielten aus den Händen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, und des Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, jeweils einen schalenförmigen Siegerpokal in den deutsch-israelischen  Landesfarben.


Mor: "Good night... and good luck!"

Israels Gesandter Ilan Mor stellte in seiner Rede zur Bedeutung des Filmwettbewerbs fest: „Auf diese Weise sind junge Menschen zum Nachdenken über das Verhältnis unserer beiden Länder, die gemeinsame Geschichte, aber vor allem auch die Gegenwart und die Zukunft angeregt worden“. Und weiter: „Vor allen Dingen stellt man bei den jungen Filmemachern und Protagonisten der Filme eine Neugier fest - eine Neugier auf das andere Land und die Kultur und einen Drang, mehr übereinander zu erfahren - fernab dessen, was Fernsehen und Nachrichten uns täglich vermitteln. Diese Neugier wurde nicht zuletzt durch den Filmwettbewerb angeregt und sie überträgt sich durch das Medium Film auch auf das Publikum: Die Filme machen neugierig.“

Im Rahmen des deutsch-israelischen Filmwettbewerbs hatte die Bundesregierung in Kooperation mit der Botschaft des Staates Israel im April 2008  insgesamt 22 deutsche und elf israelische Filmschulen eingeladen, Exposés für einen 10minütigen Kurzfilm einzureichen, der sich mit den besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel befasst. Gesucht wurden kreative Reportageideen, die vor dem historischen Hintergrund die Sichtweise junger Menschen auf die beiden Länder darstellen.


Fotos: Jürgen Gebhardt

Eine Jury aus zehn Mitgliedern, der unter anderen Staatsminister Bernd Neumann und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, sowie die Filmregisseure Nina Koshofer, Sharon On und Kai Wiesinger angehörten, hat aus den eingegangenen 21 Exposés jeweils fünf aus Deutschland und Israel zur Realisierung ausgewählt. Die Filmteams erhielten 4.000 € für den Dreh-Aufenthalt im jeweils anderen Land einschließlich der Produktionskosten. Sie reichten am 31. Oktober 2008 insgesamt zehn Filme ein.

Die beiden Siegerfilme sind unter dem folgenden Link zu betrachten:
http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2008/12/2008-12-04-filmwettbewerb.html