Freitag, 12.12.2008




Mor: Man darf träumen

Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich dem Berliner Inforadio für ein ‚Hauptstadtgespräch’ zur Verfügung gestellt. Dabei wurden grundlegende Fragen des Nahostkonflikts und der israelisch-deutschen Beziehungen angeschnitten.

In Bezug auf den Friedensprozess mit den Palästinensern hält der Diplomat an der Vision von zwei Staaten für zwei Völker fest und betont auf eine skeptische Nachfrage hin: „Man darf träumen. Mein Traum ist, im Nahen Osten eine Art von Europäischer Union aufbauen zu können.“ Er hoffe, dass eines Tages auf beiden Seiten, vor allem der palästinensisch-arabischen, der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnen werde.

Was die iranische Bedrohung angeht, bemängelt Mor das fehlende Verständnis der Europäer. Es seien nicht allein die Vernichtungsdrohungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, die die Welt mit Sorge erfüllen müssen; vielmehr habe man von einer „gefährlichen Kombination“ von einem messianischen Mullah-Regime, einem Langstreckenraketen-Programm, einem Urananreicherungsprozess und der Unterstützung des internationalen Terrors auszugehen.

Das Interview kann man unter dem folgenden Link anhören: http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/670/301670_article.shtml