Mittwoch, 31.12.2008




Fortgesetzte humanitäre Hilfe

Israel bekräftigt nach wie vor, einzig und allein einen Kampf gegen die Infrastruktur der Hamas zu führen. Es handelt sich nicht um einen Krieg gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens, die zunehmend wahrnimmt, dass sie von ihrer Regierung im Stich gelassen wird und ebenfalls ein zunehmendes Interesse an einem Ende des Terrors der Hamas gegen Israel hat. Die Hamas ist zwar handlungseingeschränkt, doch durchaus in der Lage, den Terror gegen Israels Bevölkerung fortzuführen.

Dem gegenüber stehen die fortgesetzten Bemühungen Israels, sämtliche humanitären Hilfslieferungen aller humanitären Organisationen in den Gazastreifen zu ermöglichen, insbesondere auch in Koordination mit anderen Staaten und Organisationen. Seit Beginn der Operation sind so bereits über 200 LKW an Hilfslieferungen in den Gaza-Streifen gefahren.


Alle Arten der Hilfslieferungen werden von israelischen Behörden gemeinsam mit den hilfsbereiten Staaten und Hilfsorganisationen koordiniert und in den Gaza-Streifen transportiert.

Filmaufnahmen von Hilfslieferungen, darunter auch 5 gespendete Krankenwagen von der Türkei:
http://switch3.castup.net/cunet/gm.asp?ai=58&ar=humanitarian-aid-29.12-V&ak=null

Am heutigen Mittwoch, den 31. Dezember ist der Übergang Kerem Schalom durchgehend geöffnet. 106 LKW werden dort im Laufe des Tages passieren.

Darüber hinaus werden aktuell die humanitären Hilfsangebote von Katar, der Türkei, Jordanien, Russland und anderen Ländern koordiniert.

Gestern ist ein Flugzeug des Roten Kreuzes in Israel gelandet, das unter Anderem medizinische Ausrüstung für Operationssäle an Bord hatte. Heute wird ein norwegisches Flugzeug mit medizinischen Hilfsgütern landen, die in Folge eines Aufrufes der WHO gespendet wurden. Weitere 5 Krankenwagen wurden vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt.

Insbesondere der Transport von Lebensmitteln in den Gaza-Streifen wird in noch größerer Menge als in den Wochen von vor Beginn der Operation fortgesetzt.

Die Gegend in der Nähe des Kraftstoff-Überganges Nahal Oz ist indes nach wie vor unter Beschuss der Hamas. Es ist unklar, wann dieser Übergang wieder geöffnet werden kann. Am 29. Dezember wurde dort Unteroffizier Lufti Nasraladin getötet.


Alle Berichte deuten darauf hin, dass im Gazastreifen ausreichende Vorräte an Medikamenten und Lebensmitteln vorhanden sind. Die Grenzübergänge zum Gazastreifen sind für den Transfer von humanitärer Hilfe aller internationaler Organisationen in voller Kooperation mit den israelischen Behörden und ohne jegliche Einschränkungen geöffnet.

Die Vorschläge für eine einseitige Waffenruhe sind nicht akzeptabel, da sie keine Garantie bieten, dass die Hamas ihre Raketenangriffe einstellt. Der Aufruf, eine „humanitäre Waffenruhe“ einzuhalten, ist gegenstandslos, da die Grenzübergänge für den Transfer eingehender humanitärer Hilfe geöffnet sind.

Beendigung des Terrors bedeutet nicht nur die Einstellung des Raketenbeschusses, sondern auch die Einstellung des Waffenschmuggels und der militärischen Aufrüstung der Hamas.


(Außenministerium des Staates Israel, 31.12.08)