Donnerstag, 22.01.2009




Schmuggel in Rafiah geht weiter

Trotz seiner massiven Bombardierung durch die israelische Luftwaffe ist das Schmuggeltunnelsystem an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen bei Rafiah auch während der Militäroperation in Betrieb gewesen, und nun nehmen die diesbezüglichen Aktivitäten sogar wieder zu.

Offensichtlich benutzte die Luftwaffe keine Bunker-brechenden Bomben, so dass einige Tunnel, die durch Holzstrukturen gestützt wurden, den Schlägen aus der Luft standhalten konnten.

Auf ägyptischer Seite sind vor allem Beduinen vom Sinai in den regen Waffen- und auch Drogenschmuggel involviert. Die Beduinen zeigen sich zuversichtlich, dass die ägyptischen Behörden dem illegalen Verkehr auch in Zukunft kaum Einhalt gebieten werden.

Der Sonderbeauftragte des israelischen Verteidigungsministeriums, Amos Gilad, ist heute Morgen erneut nach Kairo gereist, um dort auf ein resoluteres Vorgehen gegen den Waffenschmuggel hinzuwirken.

(Haaretz, 22.01.09)