Donnerstag, 22.01.2009




Orthodoxe Israelinnen programmieren für palästinensische Krankenhäuser

Während die Schlagzeilen voll sind von Raketen und Bomben, entwickelt eine israelische Firma ein neues System, das Krankenhäusern der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) die leichtere und effektivere Behandlung von Patienten ermöglichen soll. Und noch etwas ist ungewöhnlich an diesem Geschäft: Das Personal der betreffenden Firma, I-Rox aus Bnei Brak, setzt sich aus ultra-orthodoxen Frauen zusammen.

Der israelische Software-Entwickler hat  bereits Anwendungen für Dutzende von Klienten im In- und Ausland entworfen. Bei dem neuen Projekt handelt es sich um ein medizinisches Administrationsprogramm für die PA, das in der ersten Phase in Krankenhäusern in Ramallah und Bethlehem und danach auch anderswo installiert werden soll.

„Hunderttausende von Bewohnern der palästinensischen Autonomiegebiete werden von diesem Projekt profitieren können“, erzählt Yehudit Suissa, die Geschäftsführerin von I-Rox. Die Tatsache, dass I-Rox ein israelisches Unternehmen ist, hat der Geschäftsbeziehung keinen Abbruch getan  ist. „Nachdem wir den PA-Behörden unser Angebot unterbreitet haben, sagte der Agent, dass wir den Auftrag haben und lieferte uns die genauen Angaben. Wir sind an die Arbeit gegangen, und werden das System in einem Monat liefern.“

Was ihre Mitarbeiterinnen angeht, erklärt Suissa: „Viele der Frauen, die hier arbeiten, sind zuhause die primären Ernährer, da ihre Ehemänner in vielen Fällen in der Yeshiva lernen und unterrichten. Es ist eine perfekte Lösung für Mitglieder der ultra-orthodoxen Gemeinde, die nicht gerne in einer säkularen Umgebung arbeiten.“

Suissa sieht ihre Firma auch als ein Beispiel gelungener Koexistenz: „Wir sind ein Beispiel für die ‚Annäherung der Herzen’, die Förderung positiver Beziehungen zwischen Menschen, sowohl innerhalb als auch außerhalb Israels.“

Informationen zu I-Rox gibt es hier: http://www.i-rox.net/English.aspx

(Globes, 15.01.09)