Donnerstag, 16.08.2007




Verfügt Hisbollah über B- und C-Waffen?

In israelischen Sicherheitskreisen bemüht man sich zurzeit herauszufinden, was sich hinter der vor zwei Tagen von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah ausgesprochenen Warnung verbirgt, die Terrororganisation halte eine „große Überraschung“ für den Fall eines erneuten Krieges im Libanon bereit. Eine mögliche Antwort bietet nun der Chefredakteur der in London erscheinenden Tageszeitung Al-Quds Al-Arabi, Abd al-Bari Atwan, der als einer der führenden Journalisten der arabischen Welt gilt.

Abd al-Bari Atwan kommt in der heutigen Ausgabe seiner Zeitung zu dem Schluss, das die „große Überraschung“ Nasrallahs darin besteht, dass die Hisbollah über Raketen verfügt, die mit biologischen und chemischen Sprengköpfen bestückt sind. Als ob das nicht schon genug wäre, äußert der arabische Journalist, demzufolge Nasrallah ein Mann sei, „der nicht lügt“, dass der nächste Krieg im Nahen Osten ein „Krieg zwischen Gog und Magog“ sein werde: „Wenn die Zündschnur des kommenden Krieges gezündet wird, wird dies womöglich der letzte Krieg in der Region sein, und die beteiligten Parteien werden nicht zögern, alle Waffen, die sie in ihrem Repertoire haben, zum Einsatz bringen.“

„So wie die Hisbollah nicht gezögert hat, das israelische Hinterland mit Raketen anzugreifen, so wäre es auch nicht überraschend, wenn sie in einer erneuten Auseinandersetzung Massenvernichtungswaffen einsetzen würden“, prophezeit al-Bari Atwan.

(Maariv, 16.08.07)