Freitag, 06.02.2009




Israelische Marine stoppt Frachter auf dem Weg nach Gaza

Die israelische Marine hat am Donnerstagmorgen das unter der Flagge Togos fahrende Frachtschiff „Tali“ angehalten und unter Kontrolle genommen. Es hatte versucht, illegal den Gaza-Streifen anzulaufen.

Der Frachter hatte seine Fahrt in der libanesischen Hafenstadt Triploi angetreten und auf dem Weg nach Gaza in Zypern einen Zwischenstopp eingelegt. Es war von Israel direkt kontaktiert und darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken in der Region und der bestehenden Seeblockade nicht in das Küstengewässer Gazas einfahren dürfte. Die Besatzung teilte daraufhin mit, den Kurs zu ändern und den ägyptischen Hafen El-Arish anzulaufen. Letztendlich wurde dann aber entgegen der Ankündigung und trotz aller Warnungen doch Kurs auf Gaza genommen.

Das Verhalten der Schiffsbesatzung erregte den Verdacht, dass man Sicherheitsvorkehrungen zuwider laufen und illegale Waren wie bspw. Waffen in oder aus dem Gaza-Streifen schmuggeln könnte.


Foto: IDF

Daher brachte die israelische Marine das Schiff unter ihre Kontrolle und lenkte es ins israelische Ashdod um. Bei der Übernahme fielen keine Schüsse. Die Besatzung wird von der israelischen Polizei verhört, und alle humanitären Hilfsgüter, die an Bord gefunden wurden, werden in den Gaza-Streifen transferiert.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) möchten betonen, dass jede Organisation und jedes Land, die humanitäre Hilfe nach Gaza liefern wollen, dies nach vorheriger Abstimmung auf dem Wege der regulären Übergänge zwischen Israel und dem Gaza-Streifen tun können.

Die wahre Absicht hinter der Fahrt des Schiffes kann and er Tatsache erkannt werden, dass eine Anzahl von Journalisten zur Mitreise eingeladen wurden und sich der frühere griechisch-katholische Bischof Hilarion Cappuci an Bord befand. Letzterer war 1974 an der israelisch-libanesischen Grenze gefasst worden, als er in seinem Kirchen-Dienstwagen Waffen für palästinensische Terroristen schmuggelte.

(Außenministerium des Staates Israel, 05.02.09)