Dienstag, 17.02.2009




Bahai-Verfolgung im Iran

Im Iran hat sich in letzter Zeit die Verfolgung der Bahai-Glaubensgemeinschaft durch die Regierung verschärft. So häufen sich Festnahmen, die Schließung von Geschäften und das Studienverbot für junge Bahais an den Universitäten.

Die systematische Verschärfung der Bahai-Verfolgung im Iran ist am Sonntag durch die Veröffentlichung eines Briefes offenbar geworden, den der iranische Generalstaatsanwalt Najif-Abadi an den Geheimdienstminister geschrieben hat. In dem Brief erklärt Najif-Abadi, dass die Manifestationen des Bahai-Glaubens nicht zuletzt deswegen eine Gefährdung darstellen würden, da sich dessen zentrales Heiligtum  in „besetzten Gebieten in Palästina“ befände [gemeint ist der Bahai-Schrein in Haifa, d. Red.].

„Die vorliegenden Dokumente, Angaben und Aussagen zeugen davon, dass die erwähnte Organisation sich im Kontakt mit auswärtigen Feinden des Iran befindet. Diese Organisation ist ein alter und starker Bündnispartner des zionistischen Regimes, und sie engagiert sich im Sammeln von Geheimdienstinformationen und Sabotageakten an den Glaubensprinzipien der Bürger. Die Beziehung zwischen dieser Organisation und Israel und ihr Widerstand gegen den Islam und seine Herrschaft sind bekannt, die Gefahr, die sie für die nationale Sicherheit darstellt ist dokumenntiert, und man muss mit jeder Organisation, die sie ablösen wird, gemäß dem Gesetz umgehen.“

Oberhäupter der Bahai-Gemeinde sind bereits inhaftiert worden. Nach Auskunft des Generalstaatsanwalts werden die Aktionen gegen die Bahais entschieden weitergeführt werden, bis hin zu ihrer vollständigen Vernichtung.

(Fars, 15.02.09)