Mittwoch, 25.02.2009




Palästinensische Schriftstellerin verweigert die Annahme des „Simone de Beauvoir Preises 2009“ wegen israelischer Mitgewinnerin
In den palästinensischen Medien und in den kulturellen palästinensischen Kreisen ist man überzeugt, dass noch immer nicht die Zeit gekommen ist Israel anzuerkennen und die Beziehungen zu normalisieren.

In der Tageszeitung „El Wattan“ erschien am 17. Februar 2009 ein Bericht, dass sich Dr. Sachar Halifa, eine bekannte feministische Schriftstellerin aus Nablus, geweigert hat, den „Simone de Beauvoir Preis 2009“ des französischen Ministeriums für Kultur anzunehmen, da die Hälfte des Preises an die israelische Schriftstellerin Zviah Greenberg gehen sollte. Der Preis wurde erstmalig 2008 vom französischen Ministerium für Kultur und Gallimard, einem der größten Europäischen Verlage, anlässlich des 100. Geburtstags der französischen Philosophin vergeben. Halifa erklärte: „Ein halber Preis ist halbe Anerkennung“. Sie äußerte auch ihre Verärgerung darüber, dass die Jury den Preis zwischen ihr und einer Israelin aufteilen wollte, um den Friedensprozess zu unterstützen: „Preise erzeugen keinen Frieden … wenn es ein besonderes palästinensisches Werk gibt, dass Anerkennung findet, sollte es auch auf eigenen Füßen stehen, ohne dass ihm israelische Krücken gegeben werden“.

Halifas Reaktion bekam begeisterte Anerkennung des „Palästinensischen Medien Clubs“, dem Dachverband palästinensischer Medien. Er lobte die stolze nationale Haltung der Schriftstellerin, insbesondere vor dem Hintergrund des Gazakrieges. Der „Palästinensische Medien Club“ rief alle Palästinenser, einschließlich der Politiker, dazu auf, eine „Normalisierung der israelischen Besatzung“ zu vermeiden.