Donnerstag, 12.03.2009




Australien droht mit Boykott von Durban II
Auch Australien hat sich nun von der Durban Review Conference (‚Durban II’) distanziert, die im April in Genf stattfinden soll. Grund dafür ist der antisemitische Unterton in dem Entwurf für die Abschlusserklärung. Im Westen geht man davon aus, dass es auf der Konferenz zu einer Neuauflage der antiisraelischen Hassparade kommen wird, zu der die UN-Rassismuskonferenz 2001 in Durban mutiert war.

„Die australische Regierung wird sorgsam prüfen, was - wenn überhaupt -  für Änderungen an dem Text vorgenommen werden, um zu sehen, ob es für Australien angemessen ist, an der Konferenz teilzunehmen“, so der australische Außenminister Stephen Smith. „Wenn wir zu der Ansicht gelangen, dass der Text zu nichts anderem führen wird als zu einer antijüdischen, antisemitischen Tirade und einer antijüdischen Propagandaübung, wird Australien nicht teilnehmen.“

Kürzlich haben sich bereits die USA und Italien zu einem voraussichtlichen Boykott von Durban II entschieden. Israel und Kanada hatten schon zuvor ihre Nichtteilnahme ausgeschlossen. Neben der isolierten Verunglimpfung Israel erwartet man von der Konferenz in Genf auch fragwürdige Beschlüsse zum Thema Religion und Redefreiheit.

(The Jerusalem Post, 12.03.09)