Mittwoch, 18.03.2009




Gedenken an Botschaftsanschlag in Buenos Aires
Vor 17 Jahren wurde auf die israelische Botschaft in Buenos Aires ein brutaler Bombenanschlag verübt. 29 Menschen kamen dabei ums Leben. Israels Außenministerin Tzipi Livni hat aus diesem Anlass am Dienstag eine Stellungnahme abgegeben.



„Wir gedenken mit Schmerz der 29 Opfer des Anschlags und den Dutzenden von Verletzten. Mein Herz und die Herzen des ganzen israelischen Volkes sind mit den Familien der Opfer – unter ihnen unsere Kollegen, israelische Diplomaten und ihre Ehefrauen, engagierte argentinische Mitarbeiter der Botschaft und unschuldige Passanten – sowie mit dem argentinischen Volk, das solch einen schmerzvollen Anschlag in seinem Land erlitten hat.

Die Leben der Opfer wurden ausgelöscht, aber ihre Mission lebt fort. Zwei Jahre später wurden bei dem Terroranschlag auf das AMIA-Gebäude der jüdischen Gemeinde Argentiniens mehr als 85 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

Diese Anschläge haben eine neue Herausforderung für die Länder der Welt aufgeworfen – den Krieg gegen den weltweiten Terror. Einige derjenigen, die dieses schreckliche Verbrechen gegen die Menschheit verübt haben, leben weiter in Freiheit und planen neue Anschläge auf der ganzen Welt. Wir dürfen im Krieg gegen den Terror nicht aufgeben, und die Welt muss sich zusammentun zum Kampf gegen den fundamentalistischen Terror, der von Hass und Zerstörung getränkt ist.

   

Wir unterstützen die argentinische Regierung bei ihren Bemühungen, die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Nur ein uneingeschränkter Krieg gegen Mörder, die nicht vor der absichtlichen Tötung wehrloser Zivilisten zurückschrecken, kann eine freie und friedvolle Existenz auf dieser Welt gewährleisten.

Bei diesem Anlass müssen wir den Staat verurteilen, der hinter dem globalen Terror steht: Iran. Der Iran bewaffnet, finanziert und trainiert Terroristen auf der ganzen Welt, während er gleichzeitig nach Atomwaffen strebt. Es sind die Führer der iranischen Regierung, die den neuen Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust anführen. Ein Vorgehen gegen den Iran ist in Anbetracht seiner Anstrengungen zur Steigerung seiner Präsenz in Lateinamerika besonders dringlich.

Die Solidarität der argentinischen Regierung und Öffentlichkeit mit den Opfern des Anschlags auf die israelische Botschaft ist ein Zeugnis unserer gemeinsamen Werte. Indem wir uns vereinigen, werden wir das Böse überwinden und eine bessere Welt für uns und unsere Kinder schaffen. Die Bewahrung unserer historischen Erinnerung ist ein entscheidendes Element bei der Schaffung einer solchen Welt.“

(Ein kleiner Film: http://www.youtube.com/watch?v=vfabH_JxktQ)

(Außenministerium des Staates Israel, 17.03.09)