Donnerstag, 19.03.2009




Erster Knesset-Abgeordneter im Rollstuhl hält Jungfernrede
Der schwer behinderte Abgeordnete Moshe Matalon (Israel Beiteinu) hat am Mittwoch seine Jungfernrede in der Knesset gehalten. Er ist der erste Rollstuhlfahrer, der jemals als Abgeordneter im israelischen Parlament gesprochen hat. Kurz nachdem er im vergangenen Monat gewählt worden war, wurde das Knesset-Gebäude rollstuhlgerecht umgebaut.



„Die spezielle Rampe, die hier zum Podium gelegt worden ist, stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Akzeptanz derjenigen durch die Gesellschaft dar, die anders sind“, sagte Matalon, der im Rollstuhl sitzt, seit er im Alter von 20 Jahren bei seinem Armeedienst als Fallschirmjäger eine Querschnittslähmung erlitten hat.

„Ich bin Teil eines großen Bevölkerungssektors in Israel, dessen Mitglieder seit Jahren versuchen, einen untrennbaren Teil der Gesellschaft zu bilden. Aber die israelische Gesellschaft hat keinen Zugang geboten – nicht physisch, nicht sozial, nicht in kreativer Weise und nicht auf dem Arbeitsmarkt“, so Matalon, der noch hinzufügte: „Es ist ein historisches Privileg für mich, heute hier zu sein und Hunderttausenden von Behinderten zu erzählen, dass der Himmel die Grenze ist.“



Außer Matalons Auftritt gab es auch noch eine weitere Premiere in der Knesset. So hielt auch die erste weibliche arabische Abgeordnete, Haneen Zuabi (Balad), ihre Jungfernrede.

(The Jerusalem Post, 18.03.09)