Mittwoch, 22.08.2007




Yad Vashem erhält Dokumente des NS-Opferarchivs in Bad Arolsen

Die Jerusalemer Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem hat vorgestern 12 Millionen Dokumente von dem NS-Opferarchiv des Roten Kreuzes in Bad Arolsen erhalten. Die Dokumente beinhalten Listen, die die Nazis in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau und Groß-Rosen angelegt haben.

Avner Shalev, der Vorsitzende von Yad Vashem, verspricht sich von dem neuen Quellenmaterial Aufklärung über die Identität hunderttausender Juden, die während der Shoa ermordet wurden: „Dem jüdischen Volk fehlen insgesamt etwa drei Millionen Namen von Ermordeten. Ich bin mir sicher, dass wir nun einen Teil davon und sogar weitere Einzelheiten herausfinden können.“

Das Archiv in Bad Arolsen enthält Informationen über ca. 17.5 Millionen Menschen. Über 60 Jahre hinweg war es unter Verschluss. Im Mai letzten Jahres haben sich die elf Mitgliedsstaaten des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes dazu entschlossen, es zu öffnen.

(Maariv, 22.08.07)