Montag, 20.04.2009




Israel dankt westlichen Staaten für Boykott von ‚Durban II’
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat den westlichen Staaten seinen Dank ausgesprochen, die sich zu einem Boykott der heute beginnenden UN-Rassismuskonferenz in Genf (‚Durban II’) entscheiden haben.

Es wird erwartet, dass die Konferenz wie bereits ihre Vorgängerin in Durban im Jahr 2001 zu einem Forum der Israel-Kritik missbraucht wird. Ebenso wenig wie Israel werden die USA, Kanada, Deutschland, Italien, die Niederlande sowie Australien und Neuseeland an der Veranstaltung teilnehmen.

„Der Ehrengast ist ein rassistischer Holocaust-Leugner“, sagte Netanyahu heute auf einer Sondersitzung des Kabinetts anlässlich des alljährlichen Holocaust-Gedenktages. Der Ministerpräsident bezog sich auf dabei den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, der als einziger Staatschef die Einladung der UNO zu einer Rede auf der Konferenz angenommen hat und voraussichtlich heute in Genf sprechen wird.

Ahmadinejad, der wiederholt zur Vernichtung Israels aufgerufen hat, wurde trotz israelischen Protests bei seiner Ankunft vom Schweizer Präsidenten Hans-Rudolf Merz empfangen.

(Haaretz, 20.04.09)


Auch Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich ähnlich wie Netanyahu zu ‚Durban II’ geäußert:

„Eine internationale Konferenz, bei der Ahmadinejad – ein Rassist, der für sein konstantes Predigen von Israels Vernichtung bekannt ist – nicht nur zur Teilnahme eingeladen, sondern auch als Redner willkommen ist, zeigt klar die wahren Ziele und den wahren Charakter des Forums.

Israel kann nicht die Tatsache ignorieren, dass die Konferenz, die einen Serien-Holocaust-Leugner bewirtet, genau an dem Tag stattfindet, an dem das jüdische Volk der sechs Millionen Opfer des Holocaust gedenkt, die in Europa von Nazideutschland und seinen Verbündeten ermordet wurden.“

Die vollständige Stellungnahme gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2009/Statement-by-FM-Liberman-on-the-Durban-II-Conference-19-Apr-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 19.04.09)