Donnerstag, 30.04.2009




Human Rights Watch: Hamas-Mordwelle in Gaza
Die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet in einem kürzlich veröffentlichten Bericht von willkürlichen Festnahmen, Folterungen und Hinrichtungen durch Mitglieder der Hamas im Gaza-Streifen. Human Rights Watch fordert die Terrororganisation auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

„Die Angriffswelle begann mit der israelischen Militäroperation vom 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009: Bei einer Massenhinrichtung in Gaza wurden 18 Männer getötet, die meisten von ihnen wurden der Kollaboration mit Israel verdächtigt. In den drei Monaten nach Beginn dieses Feldzugs wurden 14 weitere Menschen getötet, mindestens vier von ihnen in Haft.

‚Während Israels Angriff auf Gaza ging die Hamas gewaltsam gegen politische Gegner und angebliche Helfer der israelischen Armee vor’, so Joe Stork, stellvertretender Direktor der Abteilung Naher Osten und Nordafrika von Human Rights Watch. ‚Auch nach Beendigung der Kämpfe kam es weiter zu rechtswidrigen Festnahmen, Folter und Mord in Gewahrsam, was die Behauptung der Hamas, das Gesetz zu achten, Lügen straft.’

Die innerpolitische Gewalt in Gaza und im Westjordanland ist nicht neu. Während der vergangenen drei Jahre haben Hamas und ihr Hauptgegner Fatah, die das Westjordanland kontrolliert, Anhänger der jeweils anderen Organisation willkürlich festgenommen, gefoltert und misshandelt.“

Weitere Informationen in deutscher Sprache: http://www.hrw.org/de/news/2009/04/20/gaza-hamas-soll-folter-und-morde-beenden?print

Der Bericht findet sich unter dem folgenden Link: http://www.hrw.org/sites/default/files/reports/iopt0409web.pdf

(Human Rights Watch, 20.04.09)