Mittwoch, 17.06.2009




Deutsch-israelische Begegnung in der Niederlausitz
Im brandenburgischen Peitz ist es zu einer deutsch-israelischen Jugendbegegnung der besonderen Art gekommen. Schüler aus Be’er Sheva waren mehrere Tage zu Gast an der örtlichen Mosaik-Grundschule. Mit ihrem bekannten Tanzensemble Ayalot Hanegev unter der Leitung von Motti Alkiss hatten die israelischen Kinder drei Auftritte in der Spreewaldregion.



„Zwei Tage voller Emotionen liegen hinter uns. Unvergessliche Momente für hunderte Schülerinnen und Schüler aus Peitz, und auch die 28 Mädchen und Jungen aus Beer Sheva werden sicher noch lange über das Erlebte bei und vor allem mit uns erzählen“, so Rektor Frank Nedoma von der Mosaik-Grundschule.

An der Schule wird seit 2002 in jeder sechsten Klasse ein Projekt durchgeführt, das sich mit der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden unter dem Nationalsozialismus auseinandersetzt und die Kinder auch für das deutsch-israelische Verhältnis sensibilisiert.

Bei der Begegnung herrschte große Herzlichkeit und Offenheit unter den elf- bis dreizehnjährigen Mädchen und Jungen beider Nationen. In einem gemeinsamen Kulturprogramm präsentierten die jungen Akteure fröhliche Lieder und Tänze.


Von links nach rechts: Nedoma, Sultan-Dadon, Alkiss

Anat Sultan-Dadon, die als Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin eigens aus der Hauptstadt angereist war, verlieh in ihrem Grußwort der Hoffnung Ausdruck, dass der Weg der Begegnung der jungen Generationen in Deutschland und Israel eine Fortsetzung findet, denn nur durch persönliches Erleben könnten freundschaftliche Beziehungen begründet werden.