Dienstag, 28.08.2007




Sarkozy bekennt sich zu Israel

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat sich gestern in seiner ersten außenpolitischen Grundsatzrede als Freund Israels präsentiert und sein Land damit zum ersten Mal in der Geschichte der fünften Republik auf einen pro-israelischen Kurs festgelegt. In seiner Rede vor 180 französischen Botschaftern im Elysée-Palast sagte er: „Ich habe den Ruf, ein Freund Israels zu sein. Das ist richtig. Ich werde nie die Sicherheit des Staates Israel aufs Spiel setzen.“

Sarkozy verurteilte die Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen und beteuerte: „Frankreich wird das Ausgreifen von Hamastan auf die palästinensischen Gebiete nicht zulassen. Wir müssen unsere Anstrengungen gemeinsam mit dem Quartett und den gemäßigten arabischen Staaten umgehend auf eine Wiederherstellung der Palästinensischen Autonomiebehörde unter der Autorität ihres Präsidenten richten.“

Neben der Unterstützung Israels legte sich der Präsident auch auf eine neue freundschaftliche Politik gegenüber den USA fest. Frankreich werde den Amerikanern im Vorfeld eines Truppenabzugs aus dem Irak bei der Stabilisierung des Landes zur Seite stehen.

Nicht zuletzt bezog Sarkozy gegen das iranische Atomprojekt Stellung, das er als die größte außenpolitische Herausforderung bezeichnete. Frankreich sei fest entschlossen, eine nukleare Aufrüstung des Iran zu verhindern.  Dabei schloss er auch einen Militärschlag nicht völlig aus: „Der Iran kann militärisch angegriffen werden, wenn er sich nicht an seine internationalen Verpflichtungen hält. Das Ergebnis wäre ein Unglück.“ Dabei ließ er es jedoch offen, ob sich Frankreich an einem Angriff auf iranische Atomanlagen beteiligen oder einen solchen taktisch unterstützen würde.

(Maariv, 28.08.07)