Freitag, 26.06.2009




Shalev: UN-Menschenrechtsbericht einseitig
Die israelische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Gabriela Shalev, hat bei UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon scharfen Protest gegen einen Menschenrechtsbericht eingelegt, der von einem UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten veröffentlicht worden war. Der Bericht sei „selektiv und politisch“.

Der Bericht dient als Grundlage einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates, bei der am Freitag Abend Israels angebliche Verletzungen des Völkerrechts thematisiert werden sollen.

Der Bericht des Büros für die Koordinierung Humanitärer Angelegenheiten (OCHA) über den Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten besagt, dass Hamas-Kämpfer „angeblich“ die Häuser von Zivilisten als Angriffsbasen benutzten und dass „die Möglichkeit bestehe“, dass Hamas-Kämpfer Schulen und Krankenhäuser benutzt haben, um von dort Angriffe auszuführen.

In ihrer Beschwerde schrieb Botschafterin Shalev, der OCHA-Bericht sei nicht mehr als eine selektive Auswahl von Fakten. Während die Hamas offen sage, dass sie ihre Waffen auf israelische Zivilisten zielt und Palästinenser als menschliche Schutzschilde benutzt, beliebten die Autoren dies zu bezweifeln, sagte Shalev. Der Bericht ignoriere vollständig die soliden Beweise gegen die Hamas, die öffentlich und stolz erklärt habe, dass sie auf israelische Zivilisten ziele und dicht bevölkerte Gebiete im Gazastreifen als Versteck nutze.

Yedioth Ahronoth, 26.06.2009