Mittwoch, 22.07.2009




Initiative zur Knochenmarktransplantation bei israelischen Arabern
Die israelische Wohltätigkeitsorganisation Ezer Mizion hat erstmals eine Aktion gestartet, um die Möglichkeiten von Knochenmarktransplantationen im arabischen Bevölkerungssektor zu erhöhen. Im Norden des Landes sind am Mittwoch Sammelstellen eingerichtet worden, wo israelische Araber zu Blutproben und Knochenmarkspenden animiert werden.

Der Bedarf an Knochenmarkspenden rührt von der bedauerlichen Tatsache her, dass der Anteil arabischer Spender innerhalb der nationalen Knochenmarkbank mit 0.3% minimal ist. Für eine erfolgreiche Knochenmarktransplantation ist jedoch eine sehr hohe genetische Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger vonnöten, wie sie normalerweise aufgrund der unterschiedlichen genetischen Struktur nur bei gleichem ethnischem Hintergrund gegeben ist. So wie ein aschkenasischer Jude  die Spende eines aschkenasischen Juden benötigt, braucht ein israelischer Araber die Spende eines israelischen Arabers.

Zwei arabische Leukämiekranke aus Kfar Manda und Nazareth warten derzeit dringend auf eine Knochenmarkspende.

Dr. Bracha Zisser, der Leiter der von Ezer Mizion betriebenen Knochenmarkbank teilte mit: „Das Problem der niedrigen Zahl an arabisch-israelischen Spendern muss gelöst werden, damit wir Leben retten können. Ich rufe die arabischen Israelis dazu auf, in Massen zu kommen, um das Leben von zwei Menschen zu retten, die hart um ihr Überleben kämpfen, und um die bestehende Bank für die Zukunft zu stärken.“

(Yedioth Ahronot, 21.07.09)