Freitag, 11.09.2009




Nordrhein-westfälische Juristendelegation in Yad Vashem
Das Düsseldorfer Justizministerium hat eine außergewöhnliche Reise veranstaltet. Erstmals hat eine Gruppe von 25 Richtern und Staatsanwälten aus Nordrhein-Westfalen ein knapp einwöchiges Studienseminar in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem absolviert.

Die Gruppe absolvierte in der Zeit vom 30. August bis 03. September in der Gedenkstätte ein umfangreiches Programm und ist am Freitag (04. September) nach Düsseldorf zurückgekehrt. Schwerpunktthema war der Rassismus und Antisemitismus im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts. Einzelbeiträge trugen die Titel "Täter, Zuschauer, Retter", "Der Holocaust und sein Einfluss auf den Einzelnen" und "Die Welt nach 1945". Ein Besuch der Stadt Jerusalem rundete das Seminar ab.



"Die intensive Befassung mit dem Holocaust ist eine eminent wichtige Bereicherung und Sensibilisierung für die Teilnehmer, die in ihrer täglichen Arbeit mit staatlicher Autorität gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern auftreten", erklärte Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter am September in Düsseldorf. Die Ministerin dankte dem Landtagsabgeordneten Olaf Lehne, dem Direktor der Gedenk- und Fortbildungsstätte Yad Vashem für den deutschsprachigen Raum, Arik Rav-on, sowie dem Freundeskreis Yad Vashem e.V., die sich für das Zustandekommen der Studienreise eingesetzt hatten.

(Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 05.09.09)