Montag, 21.09.2009




Ahmadinejad stolz auf Holocaust-Leugnung
Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat mitgeteilt, dass ihn der Zorn des Westens über seine jüngste Holocaust-Leugnung mit Stolz erfülle; die „professionellen Mörder der Welt“ – womit er offensichtlich auf Israel und andere westliche Staaten abzielte – zu verärgern, sei eine Quelle des Stolzes für den Iran  Das berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur am Montag.

Anlässlich des ‚al-Quds-Tages’ hatte Ahmadinejad am Freitag in Teheran vor versammelten Massen erklärt, der Holocaust sei ein falscher Vorwand für die Gründung des zionistischen Regimes; er sei eine Lüge, die auf einer nicht beweisbaren und mythischen Behauptung basiere.

Die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland verurteilten die Bemerkungen aufs Schärfste. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte Ahmadinejad am Sonntag in einer deutlichen Stellungnahme eine „Schande für sein Land“. Auch die schwedische EU-Ratspräsidentschaft verurteilte die Holocaust-Leugnung des iranischen Präsidenten sowie dessen Attacken auf Israels Existenzrecht.

Am vergangenen Donnerstag hatte der iranische Präsident abermals verkündet, dass sein Land niemals von seinem Atomprogramm ablassen werde.

(Haaretz, 21.09.09/ Yedioth Ahronot, 18./20.09.09)