Freitag, 30.10.2009




Peres appelliert an Vermächtnis Rabins
Israels Präsident Shimon Peres hat dazu aufgerufen, den von dem vor 14 Jahren ermordeten Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin beschrittenen Weg fortzusetzen.


Peres 1995 neben dem verwaisten Stuhl Rabins

Auf der offiziellen Gedenkzeremonie für Rabin am Donnerstag auf dem Jerusalemer Herzl-Berg bemerkte Peres, er sei stolz auf das, was er gemeinsam mit Rabin erreicht habe; die Arbeit sei jedoch noch nicht vollendet.

„Die Politik des Friedens und die Gesellschaftspolitik der Regierung Rabin haben die internationale Stellung Israels gestärkt. Sie haben Optimismus und große Hoffnung verbreitet. Auch wer mit dem Weg Rabins nicht übereinstimmte, achtete seine Politik. Auch seine Gegner schätzten seine Persönlichkeit.“

„Die Tragödie unseres Volkes ist, dass der Messias sein Kommen verzögert und der Mörder sein Morden beschleunigt. Es gibt keine Entschuldigung für den Mörder, seine Ketten werden nicht gelöst und er wird ewig in Schande bleiben. Und wir werden nicht von dem Streben unseren Volkes ablassen, wie es Yitzhak zum Ausdruck zum Ausdruck gebracht hat: nach einem Frieden der Sicherheit, nach einem Frieden der Gerechtigkeit, nach einem Frieden im Geiste der Propheten.“

An der Zeremonie nahmen auch Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu, der Knesset-Vorsitzende Reuven Rivlin und die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Dorit Beinish, teil. Später am Donnerstag fand noch eine Sondersitzung in der Knesset aus Anlass des 14. Jahrestags der Ermordung Rabins statt.

(Haaretz, 29.10.09)