Donnerstag, 05.11.2009




Israels UN-Botschafterin geißelt Goldstone-Bericht
Israels Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Gabriela Shalev, hat sich vor der UN-Vollversammlung scharf gegen den Goldstone-Bericht gewandt. Dabei stellte sie Israels Militäroperation im Gaza-Streifen in den Kontext des globalen Kampfes gegen den Terror.


Foto: UN Photo/Devra Berkowitz

„Statt dem Terrorismus entgegen zu treten, hat sich die Vollversammlung dazu entschieden, sich von der Wirklichkeit abzukoppeln. Die heutige Debatte ist alles andere als aufrichtig und unvoreingenommen. Statt darüber zu beraten, wie man Terrororganisationen, die absichtlich auf Zivilisten zielen, leichter stoppen kann, startet diese Körperschaft eine weitere Kampagne gegen die Opfer des Terrorismus, das israelische Volk. Der Bericht, den Sie vor sich haben, wurde in Hass konzipiert und in Sünde ausgefertigt. Seit ihrem Beginn in einem einseitigen Mandat ist die Gaza-Untersuchungskommission eine politisierte Körperschaft mit im Voraus feststehenden Ergebnissen gewesen.“

Die vollständige Rede Shalevs gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Foreign+Relations/Israel+and+the+UN/Speeches+-+statements/Statement_Amb_Shalev_UN_General_Assembly_4-Nov-2009.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 04.11.09)


Die Vereinigten Staaten haben die Beratungen der UN-Vollversammlung über den Goldstone-Bericht boykottiert. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, erschien gar nicht erst zur Sitzung; ihr Stellvertreter, Alex Wolf, verließ den Saal nach der Rede von Israels Botschafterin Gabriela Shalev.

(Haaretz, 05.11.09)