Donnerstag, 12.11.2009




Jalama/Gilboa-Übergang für Fahrzeugverkehr geöffnet
Der Fußgängerübergang Jalama/Gilboa im Westjordanland ist diese Woche für den Fahrzeugverkehr geöffnet worden. An der Eröffnungszeremonie nahm neben den israelischen Ministern Silvan Shalom und Avishai Braverman auch der Sondergesandte des Nahostquartetts, Tony Blair, teil.


Foto: Yigal Levy/Maariv

Der Übergang ist in den vergangenen Jahren hauptsächlich von israelischen Arabern genutzt worden, die nach Jenin zum Einkaufen gehen. Seit israelische Araber nach Jenin, Tulkarem, Jericho und Bethlehem reisen dürfen, haben diese Städte einen erheblichen Anstieg im Einzelhandel erlebt, was die lokale Wirtschaft angekurbelt hat.

Es wird erwartet, dass zukünftig 400 bis 600 Fahrzeuge den Übergang passieren werden. Schon jetzt bringen die Besuche israelischer Araber in den Städten des nördlichen Westjordanlands jedes Wochenende 1,4 Millionen Euro ein.

Tony Blair betonte die Symbolkraft, die der Öffnung des Übergangs für den Fahrzeugverkehr zukomme: „Sie haben gezeigt, dass es anders gehen kann.“

Die israelischen Redner unterstrichen Israels Willen, die Verhandlungen mit den Palästinensern fortzusetzen. Minister Shalom nutzte die Gelegenheit, Mahmoud Abbas und Ministerpräsident Salam Fayad zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufzurufen.

(Außenministerium des Staates Israel, 11.11.09)


Material für Schulen nach Gaza geliefert

Die zuständigen israelischen Behörden haben am Mittwoch die erleichterte Einfuhr einer großen Lieferung von Material für Schulen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNRWA im Gaza-Streifen ermöglicht. Dazu gehören Kopierer, Drucker und Projektoren, die am Morgen über den Übergang Kerem Shalom nach Gaza transferiert wurden. Den ganzen Monat war derartiges Equipment an die dortigen UNRWA-Schulen geliefert worden.

Der Kommandant des Gaza-Verbindungsbüros der israelischen Armee, Oberst Moshe Levi, bemerkte in diesem Zusammenhang: „UNRWA ist eine wichtige humanitäre Hilfsorganisation im Gaza-Streifen, die als Teil ihrer Hilfsaktivitäten viele Schulen betreibt.“ Er fügte hinzu: „Israel macht große Anstrengungen, den humanitären Bedürfnissen des Gaza-Streifens nachzukommen, und aus diesem Grund wurde der Transfer auf Gesuch der Organisation erleichtert.

(Außenministerium des Staates Israel, 11.11.09)