Donnerstag, 03.12.2009




Libanesische Regierung: Keine Entwaffnung der Hisbollah
Die neue Regierung im Libanon hat der schiitischen Terrororganisation Hisbollah am Mittwoch die Genehmigung erteilt, all ihre Waffen behalten zu dürfen. Die Entscheidung wurde in einer offiziellen Erklärung veröffentlicht, die die Ziele der neuen Regierung für die nächsten vier Jahre umreißt.

Der Regierungsbeschluss läuft der UN-Resolution zum Ende des zweiten Libanonkriegs zuwider, der zufolge sich die Terrororganisation entwaffnen sollte.

Erst am Montag hatte Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah, der jüngst für eine weitere Amtszeit gewählt wurde, die Fortsetzung des Terrors gegen Israel angekündigt. „Die Geschichte des israelisch-arabischen Kriegs hat bewiesen, dass der bewaffnete Kampf und der militärische Widerstand der beste Weg ist, um die Besatzung zu beenden.“

Weiter führte Nasrallah aus: „Der Verhandlungsweg hat beweisen, dass das zionistische Gebilde nur hochmütiger und stärker wird und dass es keinerlei Absicht hat, zu einem Abkommen zu gelangen. Daher ist der Widerstand gegen die Besatzung und gegen Israel der beste Weg.“

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat der libanesischen Regierung vergangene Woche übermittelt, dass sie die Verantwortung für alles trage, was sich an der Grenze zwischen bedien Staaten abspiele. Sollte es zu einer weiteren gewaltsamen Auseinandersetzung mit der Hisbollah kommen, wäre davon der gesamte Libanon betroffen.

(Haaretz, 02.12.09)