Donnerstag, 03.12.2009




Jüdischer Nationalfonds stiftet Bäume für neue palästinensische Stadt
Der Jüdische Nationalfonds (JNF) hat seinen klassischen Tätigkeitsbereich kürzlich zu einem besonderen Anlass ein Stück in Richtung Osten verlegt. So können nun auch die Palästinenser im Westjordanland von Israels Expertise bei der Aufforstung profitieren.

Die sich derzeit im Aufbau befindliche neue palästinensische Stadt Rawabi nördlich von Ramallah bekam vom JNF 3000 Setzlinge gespendet, die in einem zukünftigen Hain am Stadtrand gepflanzt wurden.


Aminadav-Wald des JNF in Zentralisrael (Foto: JNF)

Der Verbindungsmann des JNF, Sohil Zidan, teilte mit: „Es gab einige Treffen, am Ort, wo die Stadt gebaut wird, und in den Baumschulen des JNF. Wir haben unser Wissen beigesteuert und beraten, wie das Areal für die Bepflanzung vorzubereiten ist und wie die öffentlichen Grünanlage anzulegen sind, was der optimale Pflanzungstermin ist und welche Bäume sich dafür eignen. Über Politik haben wir nicht gesprochen und werden es auch nicht tun.“

In das Rawabi-Projekt haben palästinensische und katarische Investoren rund 530 Millionen Euro investiert. Geplant sind 6000 Wohneinheiten für etwa 40 000 Einwohner. Die Bauarbeiten werden 10 000 Menschen einen Arbeitsplatz verschaffen. Die Stadt möchte vor allem der neuen Schicht gebildeter und finanziell gut bis sehr gut situierter junger Palästinenser qualitätsvolles Wohnen ermöglichen.

(Haaretz, 29.11.09)