Mittwoch, 12.09.2007




Grußwort von Ministerpräsident Olmert an die jüdischen Gemeinden

„An der Schwelle zum neuen Jahr ist es mir eine große Freude, Ihnen warme Grüße aus Jerusalem, der ewigen und ungeteilten Hauptstadt des Staates Israel und des jüdischen Volkes, zu senden.

Die Zeit zwischen Rosh HaShana und Yom Kippur ist eine Zeit der Einkehr und Sühne. Wir müssen zurückschauen und aus dem vergangenen Jahr Lehren ziehen und diese bei unserem Blick in die Zukunft berücksichtigen.

Seit einigen Jahren sprechen Politiker und Forscher von den Gefahren, denen das jüdische Volk gegenübersteht – ob in Form von Hass und Antisemitismus oder durch Streitpunkte wie Mischehe, Assimilation und Verlust der jüdischen Identität und Verbundenheit mit dem Staat Israel.

Der Staat Israel und die Gemeinden in der Diaspora müssen zusammenarbeiten, um sicher zu stellen, dass das jüdische Volk immer stärker und vereinter wird. Wir müssen die nächste Generation der jüdischen Führung in diesem wichtigen Bemühen ermutigen und unterstützen. Seit der Gründung des Staates Israel sind wir bei unserem zionistischen Vorhaben Partner, und wir müssen auch jetzt, bei der Sicherung unserer Zukunft als ein lebendiges Volk, Partner sein.

Zunächst einmal sind wir alle Juden. Das dürfen wir niemals aus dem Blick verlieren, so wie wir auch nie die zentrale Rolle vergessen können, die der Staat Israel für unsere Identität spielt. Wir können nicht ohne einander existieren und müssen zusammen arbeiten, um beide Hälften des Ganzen zu stärken.

Ich wünsche Ihnen shana tova und ein Jahr voller Freude, Liebe und Gesundheit.


Herzlichst,


Ehud Olmert”