Montag, 11.01.2010




Raketen- und Mörserangriffe aus Gaza


Auch am Wochenende haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen den Süden Israels wieder mit Raketen und Mörsergranaten beschossen. Während bereits Freitagnacht eine Mörsergranate auf offenem Gelände im Kreis Eshkol niederging, schlugen Samstagnacht zwei Kassam-Raketen im Kreis Sha’ar Hanegev ein. In Sderot erschallten abermals die Sirenen. Am Sonntag wurden vier Mörsergranaten in Richtung Ashkelon abgefeuert, die allerdings noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns landeten.

Bei all den genanten Angriffen wurde kein Schaden verursacht.

Die israelische Luftwaffe flog nach der Mörserattacke vom Sonntag einen Angriff auf eine Terrorzelle östlich von Deir al-Balah im Zentrum des Gaza-Streifens. Dabei wurden palästinensischen Angaben zufolge drei Menschen getötet.

(Yedioth Ahronot, 10.01.10)


Israels Ministerpräsident Binyaimn Netanyahu äußerte sich am Sonntag auf der wöchentlichen Kabinettssitzung zu den jüngsten Angriffen:

„In der vergangenen Woche wurden 20 Raketen und Mörsersalven vom Gaza-Streifen aus auf Israel abgefeuert. Ich betrachte dies mit großem Ernst. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben sofort reagiert; sie haben Raketenfabriken im Gaza-Streifen und Tunnel angegriffen, durch die der Iran Raketen in den Streifen schmuggelt. Die Politik der Regierung ist klar: Jeder Beschuss auf unser Territorium wird hart und unverzüglich beantwortet werden.“

(Außenministerium des Staates Israel, 10.01.10)


Israels Verteidigungsminister Ehud Barak rief die Hamas am Montag dazu auf, dem Raketenfeuer ein Ende zu setzen. Gleichzeitig drohte er mit militärischen Maßnahmen Israels für den Fall, dass sie die kleineren Terrororganisationen nicht zur Einstellung des Feuers bewegen könne.

„Ich denke, die letzten Tage spiegeln die Unfähigkeit der Hamas wider, die abweichenden Gruppierungen zu kontrollieren, die Volkswiderstandskomitees oder den Islamischen Jihad, die versuchen, die Ruhe zu zerstören“, meinte Barak gegenüber Reuters.

(Yedioth Ahronot, 11.01.10)