Mittwoch, 13.01.2010




Barak besucht Grenze zum Libanon
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Dienstag den israelischen Truppen an der Nordgrenze einen Besuch abgestattet. Dabei betonte er: „Ich empfehle der anderen Seite, nicht in eine Auseinandersetzung abzugleiten. Die Ruhe dient beiden Seiten.“


Foto: MOD

An seine Soldaten gerichtet sagte Barak: „Die Ruhe an der Nordgrenze wurde wegen der Abschreckung zurückgebracht, die 2006 [im zweiten Libanonkrieg] erzeugt wurde, und wegen eurer Bereitschaft.“ Dabei fügte er hinzu: „Die Dinge können sich schnell verschlechtern. Die Patrouille kann von einem Moment zum anderen zu einem Zusammenstoß werden, der von euch all das verlangt, was ihr eintrainiert habt – Geschwindigkeit, Reaktionsvermögen, Mut, gegenseitige Deckung – man muss die ganze Zeit bereit sein, daran werden wir geprüft.“ Es sei die Wachsamkeit der Soldaten, die die Ruhe im Norden gewährleiste.

Der Verteidigungsminister geht zwar davon aus, dass die Ruhe gewahrt bleiben wird, weist aber gleichzeitig auf die andauernde Aufrüstung der Hisbollah mithilfe Syriens und des Iran hin.

„Wir stellen abermals klar – es empfiehlt sich nicht, die Lage zu verschlechtern. Wir betrachten die libanesische Regierung und jeden, der der Hisbollah hilft, als verantwortlich“, so Barak.

(Haaretz, 12.01.10)