Dienstag, 19.01.2010




Palästinensische Menschenrechtsorganisationen rufen Abbas und Haniyeh zur Untersuchung von Kriegsverbrechen auf
Elf palästinensische Menschenrechtsorganisationen fordern die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas-Behörden in Gaza dazu auf, den Verstößen gegen die Menschenrechte nachzugehen, die die palästinensische Seite während der Operation Gegossenes Blei verübt hat. Dadurch solle diese den Empfehlungen des Goldstone-Berichts und der UNO nachkommen.

Die zu untersuchenden Verstöße beziehen sich sowohl auf den palästinensischen Beschuss ziviler israelischer Ziele als auch auf die Unterdrückungspolitik nach innen.

In zwei identischen Briefen, die Ende der vergangenen Woche an den PA-Vorsitzenden Mahmoud Abbas und an den Hamas-Ministerpräsidenten in Gaza, Ismael Haniyeh, geschickt wurden, drängen die Organisationen zur Eile; noch vor dem 5. Februar, wenn der UN-Generalsekretär den Bericht der Vollversammlung zur Entscheidung vorlegen wird, solle eine Untersuchung stattfinden.

(Haaretz, 18.01.10)