Dienstag, 09.02.2010




Israel anders kennen lernen – Projekttag in Mühlheim
Ganz im Zeichen Israels stand gestern die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim an der Ruhr. Dort fand die Veranstaltung „Israel – anders kennen lernen“ statt, eine Kooperation der Stadt Mülheim an der Ruhr, der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ sowie der Botschaft des Staates Israel. Die Schirmherrschaft dafür hatte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, übernommen.

Mehr als 200 Oberstufenschüler aus Mülheim an der Ruhr und umliegenden Städten wie beispielsweise Duisburg, Köln und Solingen nutzten die Möglichkeit, während eines intensiven Projekttages das Land Israel und seine Bewohner besser kennenzulernen. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass leider nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten.

Die Schüler konnten zwischen drei Workshops wählen, um einen neuen Blick auf Israel zu erhaschen. „Kultur in Israel“, „Real life in Israel“ und „Jüdische Religion“ lauteten die Titel der Seminare, in denen kompetente Referenten anschaulich in das jeweilige Thema einführten. Dabei ergaben sich für die Schüler, von denen die meisten noch nicht in Israel gewesen waren, zahlreiche neue Einblicke in das Land und seine vielfältigen Bezüge und Beziehungen zu Deutschland.



Im Seminar von Maor Shani, einem israelischen Doktoranten in Deutschland, erfuhren die Schüler viel über die Gemeinsamkeiten zwischen deutschen und israelischen Jugendlichen. Rabbiner Avichai Apel sprach mit seinen Seminarteilnehmern über Israel und die Bedeutung der jüdischen Religion für den Staat. Die Leiterin der Kulturabteilung der israelischen Botschaft, Gesandte Dvora Ben David, informierte ihr Seminar über die Bandbreite israelischer Kultur von Tanz, über Film bis hin zu bildender Kunst.

Zusätzlich zu den Seminaren wurde den Schülerinnen und Schülern der Kurzfilm „Minusplus“ präsentiert. In dieser Geschichte geht es um ein junges israelisches Paar, das mit seinem lokalen Stromwerk zu kämpfen hat und dank dem Erfindungsgeist Shauls eine Lösung für ihr Problem findet.

In guter Tradition zu vergangenen Israeltagen fand als Höhepunkt des Tages eine Podiumsdiskussion mit dem Gesandten des Staates Israel in Deutschland, Emmanuel Nashon, der Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld sowie Dr. Hans Wupper-Tewes, Referent der Landeszentrale für Politische Bildung, statt. Dabei wurden Themen wie deutsch-israelischer Schulaustausch, die Integration von Einwanderern, die rechtliche Gleichstellung von jüdischen, muslimischen und christlichen Israelis, die Wehrpflicht in Israel sowie das Thema Friedenserziehung diskutiert. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld lobte den Projekttag als Möglichkeit für die „Jugendlichen, viel über Israel zu lernen, um autonom zu sein im Umgang mit der Berichterstattung.“


Diskussion mit Emmanuel Nahshon (2. v. rechts)

Vor der Podiumsdiskussion trug sich Emmanuel Nahshon in das Goldene Buch der Stadt Mülheim an der Ruhr ein, die eine enge Freundschaft mit Israel verbindet: Seit 1993 unterhält Mülheim eine Städtepartnerschaft mit Kfar Saba.