Donnerstag, 18.02.2010




Iran beharrt auf Urananreicherung
Der Iran ist weiterhin zu keinerlei Abstrichen an seinem Atomprogramm bereit. In Reaktion auf einen gemeinsamen Brief Russlands, Frankreichs und der USA an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, sein Land werde seine 20-prozentige Urananreicherung unter keinen Umständen anhalten.

„Wir werden keine Angebote überdenken, die zur Schließung des Reaktors in Teheran führen würden“, teilte Ramin Mehmaparast der Nachrichtenagentur ISNA am Mittwoch mit.

Russland, Frankreich und die USA konstatieren in ihrem Brief, Irans Schritt zur Ausweitung seiner Urananreicherung sei „ungerechtfertigt“, da der von ihm ausgeschlagene Nuklearhandel Garantien zugunsten Teherans aufliste.

Die drei Staaten reagierten damit auf den Beginn der höherprozentigen Anreicherung von Uran, mit dem sich die Islamische Republik vergangene Woche lautstark gebrüstet hatte. Dadurch wurde die Vermutung bestärkt, das Land strebe nach einer Atombombe.

Der Brief ist auch als Signal dafür wichtig, dass Russland seine Linie gegenüber dem Iran verhärtet hat. Der Kreml teilte am Dienstag mit, dem Iran stünden härtere Sanktionen bevor, sollte er die Sorgen bezüglich seines Atomprogramms nicht zerstreuen.

(Yedioth Ahronot, 17.02.10)