Dienstag, 09.03.2010




US-Vizepräsident Biden in Israel
US-Vizepräsident Joe Biden ist am Montag in Jerusalem eingetroffen, wo er sich heute Vormittag mit Israels Präsident Peres traf. Bereits zuvor hatte er versichert, was Israels Sicherheit anbelange, gebe es „absolut keinen Abstand zwischen Israel und den Vereinigten Staaten“.

(Haaretz, 09.03.10)


Foto: Reuters

Am Nachmittag hielten US-Vizepräsident Biden und Israels Ministerpräsident Netanyahu in Jerusalem eine gemeinsame Pressekonferenz ab. Netanyahu begrüßte Biden dabei als einen alten Freund:

„Vizepräsident Biden, Joe, willkommen in Israel und willkommen in Jerusalem. Wir sind seit beinahe drei Jahrzehnten persönliche Freunde. Können Sie glauben, dass es schon so lange ist?“

„Und Sie werden immer jünger. Und während all der Zeit sind Sie mir und sindSsie Israel ein wirklicher Freund gewesen und sind viele Male nach Israel gekommen, seit Sie erstmals am Vorabend des Yom-Kippur-Krieges hier waren. Aber nun kommen Sie als Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und das wird zutiefst geschätzt und ist für mich sehr bewegend.

Präsident Obama sagte in Kairo, und er hat es seitdem oftmals wiederholt, dass die Bande zwischen Israel und den Vereinigten Staaten unzerreißbar seien, und er hat das im vergangenen Jahr gezeigt, bei Angelegenheiten, die der Öffentlichkeit bekannt sind, und bei einigen Angelegenheiten, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind: bspw. in Bezug auf gemeinsame Manöver der israelischen Armee und des US-Militärs, bei der Sicherung von Israels militärischem Vorsprung und bei vielen anderen Aktivitäten auf dem globalen Schauplatz einschließlich des Kampfes gegen den infamen Goldstone-Bericht. Ich denke, die Bande sind in der Tat, wie Präsident Obama gesagt hat, unzerreißbar. Und Ihr Besuch zeigt, wie stark sie sind. Ich denke, dieses unzerreißbare Band wird unseren beiden Ländern dabei helfen, den beiden historischen Herausforderungen entgegenzutreten, die heute im Nahen Osten vor uns stehen.

Die dringlichste von ihnen ist die Notwendigkeit, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern, die zweite ist die Notwendigkeit, einen sicheren Frieden zwischen Israel und seinen palästinensischen und anderen arabischen Nachbarn voranzubringen. Ich weiß die Bemühungen von Präsident Obama und der amerikanischen Regierung, die internationale Gemeinschaft zur Verhängung von scharfen Sanktionen zu bringen, sehr zu schätzen. Je härter die Sanktionen sind, desto eher wird sich das iranische Regime zwischen der Weiterverfolgung seines Atomprogramms und der Förderung der Zukunft seines eigenen Bestehens entscheiden müssen. Ich denke, die internationale Gemeinschaft und die führenden Staaten der internationalen Gemeinschaft müssen sich dem amerikanischen Bemühen anschließen, und Israel hat mit Schlüsselstaaten ausgeholfen und wird dies weiter tun.

Ich weiß auch das Bemühen der Administration um die Förderung des Friedens in der Region zu schätzen. Ich weiß, dass dies schwer gewesen ist und ein hohes Maß an Geduld erforderlich gemacht hat, aber ich freue mich, dass diese Bemühungen beginnen, Früchte zu tragen, und wir müssen beharrlich und zielorientiert sein, um sicherzustellen, dass wir diejenigen in direkte Verhandlungen einbinden, die es uns ermöglichen werden, den Konflikt zu lösen.

Ich freue mich darauf, mit Präsident Obama, mit Ihnen und der gesamtem Administration auf die Schaffung eines historischen Friedensabkommens hinzuarbeiten, in dem die Beständigkeit und Legitimität des jüdischen Staates Israel von unseren palästinensischen Nachbarn anerkannt und Israels Sicherheit für die kommenden Generationen garantiert sein wird.“

Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz gibt es unter dem folgenden Link: http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speechpress090310.htm

(Amt des Ministerpräsidenten, 09.03.10)