Freitag, 19.03.2010




Israelische Reaktionen auf den Raketenbeschuss
Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon gab gestern eine Pressekonferenz in Netiv Ha’asara, ganz in der Nähe, wo der Gastarbeiter am gestrigen Donnerstag von einer Kassam-Rakete aus dem Gazastreifen getötet wurde und nahm zu dem Raketenbeschuss Stellung:
„Dies war eine von 12.000 Raketen, die die israelischen Bürger in den letzten Jahren ertragen mussten und die Verantwortung dafür trägt die Hamas.“

Er setzte diesen Angriff in direkten Zusammenhang mit den jüngsten zurückliegenden gewalttätigen Ausschreitungen und der Hetze gegen Israel: „Während Israel seine Hand für den Frieden ausstreckt, verweigert die andere Seite nicht nur, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sondern schürt rücksichtslos den Hass gegen Israel. Israel will Frieden und ruft die Palästinensische Autonomiebehörde zu vorbedingungslosen Verhandlungen auf, aber die Hetze zur Gewalt muss aufhören!“
Ein weiteres Beispiel für die Hetze sei die Benennung eines Platzes nach der Terroristin Dalal Mughrabi in Ramallah, die bisher die meisten israelischen Opfer tötete.

Ayalon sprach auch den Goldstone-Report und seine Beziehung zum Raketenbeschuss an: "Der Goldstone-Report verschafft dem Terrorismus Legitimation und Auftrieb, ist unmoralisch und unprofessionell. Mit oder ohne den Report wird Israel seine Bürger weiterhin verteidigen. Ich rufe alle, die den Goldstone-Report befürworteten dazu auf, herzukommen und sich die Konsequenzen anzusehen.“

(Büro des Stellv. Außenministers, 18.03.10)


Vize-Ministerpräsiedent Silvan Shalom sagte am Donnerstag, Israel würde eine harte Antwort auf die erste tödliche Rakete aus dem Hamas-kontrollierten Gaza-Streifen seit einem Jahr geben.

Israel hat zudem eine Beschwerde beim UN Sicherheitsrat und bei UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der am Wochenende zu einer Reise nach Israel erwartet wird, eingereicht.

Israels UN-Botschafterin Gabriela Shalev forderte von Ban Ki-moon, dazu aufzurufen, dass Gilad Shalit freigelassen wird, der 2006 von der Hamas entführt wurde. Hamas fordert von Israel die Freilassung von Hundert der in Israel inhaftierten Terroristen im Austausch gegen den israelischen Soldaten.
Der israelische Soldat Gilad Shalit wurde vor 1363 Tagen von der Terrororganisation Hamas in den Gaza-Streifen entführt. Er befindet sich noch immer in Geiselhaft.