Dienstag, 25.09.2007




Der Staat Israel ist keine Folge der Shoa

Zu der Behauptung, dass der Staat Israel und das Elend des palästinensischen Volkes eine Folge der Shoa seien, wie sie der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad gestern an der Columbia-Universität erneut von sich gegeben hat, hat sich der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, heute Morgen gegenüber dem Radiosender Reshet Bet wie folgt geäußert:

„Dies ist eine der schrecklichsten Lügen, die sich immer mehr in Kreisen der Öffentlichkeit festsetzt, eine ganz schreckliche Lüge. Die gesamte Forschung beweist, dass der Staat Israel nicht wegen der Shoa entstanden ist. Der Staat Israel ist ein Landstreifen für ein Volk, dessen natürliche Rechte gleich denen jedes anderen Volkes sind. Dem jüdischen Volk steht eine eigene Heimat zu, und der Prozess der Rückkehr in die Heimat und des Aufbaus der Heimat begann bekanntlich bereits am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg existierte hier bereits eine etablierte Ansiedlung auf ihrem eigenen Land, die von der UNO beim Teilungsplan anerkannt worden war; dies darf für keinen Moment vergessen werden. Und die Entscheidung der Vereinten Nationen vom November 1947 wurde nicht wegen der Shoa gefällt, die gesamte Forschung beweist dies. Stalin hat sich nicht auf die Shoa bezogen, es war dies kein moralischer Faktor für ihn, im Gegenteil, er trachtete danach, Juden zu schaden und sie zu vertreiben, und hätte viele von ihnen vernichtet, wenn er noch weiter gelebt hätte. Ein großer Teil derjenigen, die für Israel stimmten, taten dies aufgrund sachlicher und anderer Erwägungen. Die Shoa stand am Rand, wenn sie auch sicherlich einen gewissen Einfluss auf einen Teil der europäischen Staaten ausübte, die für Israel stimmten.“

(Israelisches Außenministerium, 25.09.07)