Dienstag, 25.09.2007




Israelis blicken optimistisch ins neue Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres gibt sich die israelische Bevölkerung mehrheitlich zuversichtlich. Aus einer aktuellen Umfrage der Beratungs- und Meinungsforschungsfirma Keevoon geht hervor, dass 74 Prozent der Israelis damit rechnen, dass das kommende Jahr für sie ein besseres sein wird als das vergangene. Nur 7 Prozent glauben, dass es ein schlechteres Jahr werden wird, während 12 Prozent glauben, es werde sich gleich bleiben. In Bezug auf den Staat Israel glauben die Befragten zu 56 Prozent, dass es aufwärts gehen wird, während 20 Prozent davon ausgehen, dass sich die Lage verschlechteren und 16 Prozent davon, dass sie gleich bleiben wird.

Mitchell Barak, der Geschäftsführer von Keevoon, kommentiert die Analyse seiner Firma folgendermaßen: „Israelis sind alles in allem optimistisch, sowohl auf persönlicher als auch auf nationaler Ebene, und das obwohl viele wegen der Sicherheitslage, der politischen Situation, des Friedensprozesses und der Korruption besorgt sind. Wir waren erstaunt, dass die Ergebnisse dieses Jahres genau die gleichen waren wie im Oktober 2006.“

Die optimistischste Bevölkerungsgruppe sind überraschenderweise die Studenten und die Soldaten, die sich persönlich zu 90 bzw. 85 Prozent ein besseres Jahr versprechen. Dabei sind die Bewohner Tel Avivs und Südisraels wesentlich zuversichtlicher (71%) als die Jerusalemer (66%).

Politisch betrachtet erwarten sich die Anhänger nationaler und religiöser Parteien in weit größerem Maße ein gutes Jahr für den Staat als die Anhänger links-liberaler weltlicher Parteien. So liegt der Prozentsatz nationalreligiöser Optimisten bei 82 Prozent, während Wähler der Meretz-Partei nur zu 40 Prozent davon ausgehen, dass das nächste Jahr besser wird als das letzte.

(Yedioth Ahronot, 24.09.07)