Dienstag, 13.04.2010




China und Iran-Sanktionen – eine Analyse
Das Institut für nationale Sicherheitsstudien (INSS) an der Universität Tel Aviv hat im Vorfeld des Nukleargipfels in Washington die Rolle Chinas bei der Verhängung von Sanktionen gegen den Iran einer kritischen Analyse unterzogen.

„Die Ankündigung, das China sich der neuen Gesprächsrunde über Sanktionen gegen den Iran anschließt, ist zuerst als willkommene Nachricht aufgenommen worden, wenngleich dies nicht notwendigerweise einen Wandel in der chinesischen Politik bedeutet oder nahe legt, dass das internationale Ringen mit dem Iran nun neuen Schwung erhält. Dennoch ist es wichtig zu prüfen, was China dazu motiviert hat, sich den Gesprächen anzuschließen und was dieser Schritt für Folgen haben könnte.“

„Ohne einen signifikanten Wandel in Chinas  Auffassung seiner Interessen gegenüber dem Iran wird seine Teilnahme an den Sanktionsgesprächen die Sache der internationalen Gemeinschaft nicht voranbringen und könnte sie möglicherweise zurückwerfen. Daher ist es angemessen zu fragen, welche Schritte Chinas Grundposition gegenüber dem iranischen Atomprogramm ändern und China dazu bringen könnten, zur Tat zu schreiten, um es zu stoppen.  Die Antwort liegt in Chinas Grundinteressen: Stabilität im Nahen Osten wie auf dem globalen Energiemarkt und ein Stopp der wachsenden Militärpräsenz Amerikas im Persischen Golf. Sollte China davon überzeugt werden, dass die Fortsetzung von Irans Atomprojekt diese Interessen bedroht, wäre es möglich, China zum Handeln zu zwingen.“

Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=3942

(The Institute for National Security Studies, 12.04.10)