Dienstag, 13.04.2010




Künstliche Befruchtung auch für HIV-Infizierte
Das Rambam-Krankenhaus in Haifa eröffnet heute die erste Station zur In-vitro-Fertilisation von HIV-infizierten Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen, die von anderen Einrichtungen abgewiesen worden waren. Dem ging ein Beschluss des Obersten Gerichtshofs voraus, der dies gegen den Willen des Gesundheitsministeriums genehmigte.

Die Station wird auch den Trägern anderer Viren zur Seite stehen. Zahlreiche Frauen stehen bereits auf der Warteliste. Obwohl Israel zu den globalen Spitzenreitern auf dem Feld der künstlichen Befruchtung gehört, konnte HIV-Infizierten bislang nicht mit einer IVF-Behandlung geholfen werden.

Erst vor zwei Tagen ist am Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem ein Sperma-Reinigungsinstitut eröffnet worden, das HIV-infizierten Männern ermöglicht, mit nicht-infizierten Partnerinnen gesunde Kinder zu bekommen.

HIV-Infizierte haben heute beinahe die gleiche Lebenserwartung wie der Rest der Bevölkerung, und bestimmte medizinische Behandlungen machen es möglich, dass sie gesunde Kinder zur Welt bringen.

(Haaretz, 13.04.10)