Montag, 26.04.2010




Mitchell in Jerusalem
Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Senator George Mitchell, ist am Freitag in Jerusalem von Israels Präsident Shimon Peres und Ministerpräsident Binyamin Netanyahu empfangen worden. In den Gesprächen ging es um die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern.

Präsident Peres betonte: „Wir wollen ernsthaft Frieden. Es gibt Palästinenser, die unsere Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung anzweifeln. Ich würde ihnen empfehlen, das sehr ernst zu nehmen. Wir haben unsere Absicht bewiesen, als wir Frieden mit den Ägyptern und den Jordaniern gemacht haben. Es geht nicht darum, dass der eine der anderen einen Gefallen tut. Wir beide brauchen es. Wir brauchen den palästinensischen Staat nicht nur, weil wir über keine andere Nation herrschen wollen, sondern auch, weil wir nicht zusehen wollen, wie der Konflikt unsere Zukunft auffrisst. Es gibt keine andere Lösung.“

Mitchell verlas eine Erklärung von US-Präsident Obama zum Unabhängigkeitstag, in der dieser abermals das unzerreißbare Band der Freundschaft zwischen beiden Ländern und die andauernde Verpflichtung der USA gegenüber Israels Sicherheit unterstrich.


Foto: GPO

Wie Peres bedankte sich auch Ministerpräsident Netanyahu für die warmen Worte des US-Präsidenten und bekräftigte gegenüber Mitchell:

„Ich freue mich darauf, mit Ihnen und Präsident Obama den Frieden voranzubringen. Wir meinen es ernst damit. Wir wissen, dass Sie es ernst meinen. Wir hoffen, dass die Palästinenser antworten – wir müssen diesen Prozess voranbringen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 23.04.10)

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, der sich am Freitag ebenfalls mit Mitchell getroffen hatte, ist am Sonntag nach Washington gereist, um sich dort mit Vertretern der US-Regierung zu treffen.

(Haaretz, 26.04.10)