Montag, 26.04.2010




Gesandter Nahshon im Kölner Stadt-Anzeiger
Israels Gesandter in Berlin, Emmanuel Nahshon, hat in einem Gastkommentar für den Kölner Stadt-Anzeiger zu der antisemitischen Karikatur an der sog. Klagemauer auf der Kölner Domplatte Stellung genommen. Dabei schlug der Diplomat einen Bogen zu judenfeindlichen Darstellungen aus dem Mittelalter.

„Ich kann nicht beurteilen, ob es im juristischen Sinne illegal ist. Was ich aber beurteilen kann, ist, dass diese Karikatur erniedrigend und widerlich ist. Sie geht beim besten Willen nicht als Israelkritik durch, die vollkommen legitim ist. Sie hat nichts zu tun mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt, der von beiden Völkern gemeinsam in einer Zwei-Staaten-Lösung überwunden werden wird – auf der Basis von Verhandlungen und eines Endes der Gewalt. Die Karikatur hat auch nichts zu tun mit dem realen Leid von Kindern in Gaza, das eine direkte Folge der Tatsache ist, dass Gaza von einer islamistischen Terrororganisation beherrscht wird. Vielmehr hat das an der „Klagemauer“ gezeigte Bild alles zu tun mit dem Versuch, Juden als Monster darzustellen und Hass zu säen.

Eines Tages, hoffentlich bald, wird es Frieden geben zwischen Israelis und Palästinensern. Wir werden gemeinsam mit Gewalt und Konflikt fertig werden. Doch zuvor haben Tausende Kinder und Jugendlichen die Abscheulichkeit dieser „Klagemauer“ gesehen. Sie wurden vergiftet von diesem Samen des Hasses, der einen Juden als Monster zeigt und dazu geeignet ist, Intoleranz und Hass wachsen zu lassen. Haben wir nicht endlich genug gesehen? 800 Jahre und einige Schritte liegen zwischen dem Hass von gestern und dem Hass von heute.”

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1270457705965.shtml

(Kölner Stadt-Anzeiger, 22.04.10)