Montag, 26.04.2010




Zur mangelnden Klarheit der US-amerikanischen Iran-Politik
Vor dem Hintergrund eines in die Presse durchgesickerten Memorandums von US-Verteidigungsminister Robert Gates haben Experten des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) an der Universität Tel Aviv die US-Politik gegenüber dem Iran einer kritischen Analyse unterzogen.

„Der Mangel an Klarheit, der die US-Herangehensweise an den Iran weiter kennzeichnet, zeigt die Tiefe des Problems. Der Iran hat alle diplomatischen Offerten ausgeschlagen. Das bei der UNO in Erwägung gezogene Sanktionspaket wird ständig leichter und wird daher kaum effektiv sein. Eine uneinheitliche Botschaft aus den USA kann schlimmer sein als überhaupt keine Botschaft; sie könnte vom Iran als De-facto-Erlaubnis zur Fortsetzung seiner illegalen Atomaktivitäten verstanden werden. Sind Präsident Obama und sein ziviler und militärischer Stab in der Lage, dem Iran und anderen potentiellen Nuklearproliferatoren eine klare, geeinte, unmissverständliche und kraftvolle Botschaft zu übermitteln? Die Indizien sind entmutigend, und die Zeit läuft ab.“

Die vollständige Analyse gibt es unter dem folgenden Link: http://www.inss.org.il/publications.php?cat=21&incat=&read=3969

(INSS, 26.04.10)