Dienstag, 27.04.2010




Zweittiefste Höhle des Landes entdeckt
Nahe Pki’in im Bergland von Galiläa ist kürzlich die zweittiefste bisher bekannte Höhle Israel gefunden worden. Sie reicht ganze 150 Meter in die Tiefe. Bei dem Entdecker handelt es sich um Yuri Lisovates, einen Hobby-Höhlengänger aus Zfat.

Der Höhlenforscher Dr. Yinon Shivtiel von der Hebräischen Universität Jerusalem berichtet, dass es eine „sehr kleine Gruppe von Leuten gibt, vor allem Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion“, für die es ein Sport sei, Höhlen zu entdecken. Und er könne dies verstehen: „Eine Höhle zu entdecken, ist ein besonderes Erlebnis. All deine Sinne sind wach: Du weißt, du bist der erste, der hineingeht, du seilst dich ins Ungewisse ab. Du weißt nicht, wann du den Boden erreichst – nach 49 Metern, 100 Metern oder – wie in diesem Fall – nach 150 Metern. Auf dem Weg findest du Stalaktiten und große Kammern und Hohlräume.“

Die mit 157 Metern bislang tiefste Höhle, die je in Israel entdeckt worden ist, liegt nahe dem drusischen Dorf Beit Jann am Berg Meron. Die lokale Bevölkerung nennt sie „Walmaul“.

(Haaretz, 27.04.10)